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FISS Inklusion: Worum geht es uns

Dr. Pius Thoma Universität Augsburg

Dr. Cornelia Rehle

Warum brauchen wir das FISS

Integrationsdiskussion

 Integration wird heute kontrovers diskutiert:

  • Eltern von behinderten Kindern setzen sich mit großem Engagement für die Idee eines wohnortnahen und gemeinsamen schulischen Lernens aller Kinder ein.
  • Die negativen Ergebnisse der OECD- Studien, die eine deutliche Benachteiligung des stark selektierenden Schulsysteme nachweisen, rufen nach inklusive, bildungspolitischen Konsequenzen für das deutsche Schulsystem
  • Die hohe Zahl der Schulabgänger ohne Schulabschluss und das soziale Konfliktpotential der steigenden Jugendarbeitslosigkeit benötigt effektivere Bildungssysteme mit einer höheren und nachhaltigen Qualifizierungsrate.

Gerade die Integrationsdiskussion muss dringend eine grundlegende Veränderung der schulischen Lernkultur und basale organisatorische Veränderungen unseres Schulsystems in den Mittelpunkt der Forderungen stellen. Die Fiktionen homogener Klassenverbände und die Überlegenheit von homogene Lerngruppen gegenüber heterogenen Lerngruppen sind nicht haltbar.

Das mehrgliedrige Schulsystem verstärkt die selektiven Mechanismen für benachteiligte und behinderte Kinder und Jugendliche, und verhindert langfristig jegliche Integration und Inklusion

  • Wir fordern ein Umdenken in der Bildungspolitik

Vor diesem Hintergrund stellt sich die gesamte Diskussion um Integration als ein hierarchisch bestimmtes gesellschaftliches Machtspiel dar. Es zählen hier leider nicht die Grundsätze der Humanität. Diese fordern nämlich für jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit und Vielfalt

  • gleiche Würde,
  • gleiche Rechte,
  • Gleichwertigkeit,
  • bedingungslose Akzeptanz und
  • bedingungslose Partizipation am gesellschaftlichen Leben und an gesellschaftlichen Einrichtungen.

Wo will sich FISS engagieren?

  • Das Forum kann als Plattform zum offenen Erfahrungsaustausch für betroffene Personen (Eltern, Lehrer, Schulräte, IntegrationshelferInnen, ErzieherInnen) und zur gegenseitigen Beratung bei persönlichen Problemen und Anliegen im Zusammenhang mit Integration dienen.
  • Es kann eine fachübergreifende (pädagogische, sonderpädagogische, juristische, medizinische) Beratung und Betreuung bei Integrationsprojekten an Kindertagesstätten und Schulen in der Region anbieten.
  • Es will eine Diskussion in Gang setzen, die den Blick auf die gegenwärtige Situation der Integrationsprozesse in unserer Region richtet und sich an neueren Befunden der Integrationsforschung allgemein orientiert.
  • Es will Öffentlichkeitsarbeit leisten und gleichzeitig Ausbildungsfunktion für Studierende und Weiterbildungsfunktion für Erzieherinnen und Lehrkräfte übernehmen
  • Es will die Kooperation der persönlich und fachlich unterschiedlich betroffenen Personengruppen fördern und intensivieren.
  • Es kann Möglichkeiten der Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis der Integration und Inklusion aufzeigen.
  • Durch die Bewusstmachung der Vorteile und Möglichkeiten von Heterogenität im schulischen Leben und Lernen kann es auch einen Beitrag zur Schulentwicklung und – profilbildung leisten